Urlaub in Mallorca mit Arbeitseinsatz am Ballermann

Endlich Urlaub! 10 Tage Mallorca. Das habe ich mir verdient, denke ich. Aber dieser Urlaub, wird ein bisschen anders ablaufen, denn ich werde auch arbeiten. Gernot Elsner von Gospeltribe hat mich gebeten, die Presse- und Medienarbeit für die Strandgottesdienste am Ballermann zu übernehmen. Das klappt ganz gut: Mallorca- Magazin, Bild, Bibel-Tv, Idea, Pro-Das Magazin und andere berichten über dieses ungewöhnliche Event. Von Idea und Bibel-Tv bekomme ich den Auftrag, Berichte über die Strandgottesdienste zu erstellen. Idea und Pro- Das Medienmagazin wollen eine Reportage über die Events vor dem Megapark.

Also verbringe ich geniale Tage im atemberaubend schönen Mallorca. Ich wohne bei meiner Freundin Stefanie Scherer, die selbst bei den Street Angels arbeitet. 

Die Street Angels gehen nachts auf den Ballermann in Magaluf und kümmern sich um Alkoholleichen, Menschen die ihr Hotel nicht mehr finden, weil sie betrunken jegliche Orientierung verloren haben, Menschen die zusammen geschlagen worden sind, Menschen die ausgeraubt worden sind, um Prostituierte usw. 

Eines nachts gehe ich mit. Ich  bin schockiert. Die Leute scheinen alle kurz vor einer Alkoholvergiftung zu stehen. Taumelnde Menschen, blickende Licher, Strip-Bars, Discos, Kneipen, Bordelle – in den Straßen laufen Prostituierte mit High Heels in Spitzenunterwäsche herum, ein aggressiver Zuhälter treibt eine Gruppe Nigerianischer Prostituierten zusammen wie eine Kuhherde. Mit geifernden Blicken grabschen Männer Prostituierte aber auch wildfremde Frauen an. Die Luft riecht beißend nach Erbrochenem, überall liegt Müll, leere Trinkbecher, Alkoholischen, Fastfood…. Ein junger Mann hat seine Gruppe verloren, er kann sein Hotel nicht mehr finden. Gary und ich bringen ihn zu seinem Hotel. Schließlich rennen zwei junge Engländerinnen auf und zu und holen und zu drei Italienern die von einer Spanischen Gang überfallen worden sind und schwer zusammen geschlagen wurden. Wir kümmern uns um die Verletzen und holen einen Krankenwagen.  Es passieren noch andere Dinge, aber die Berichte ich in meiner Reportage im Magazin „Pro-Das Medienmagazin“.

Am nächsten Tag bin ich bei den Strandgottesdiensten in Arenal dabei. Wir interviewen Leute, filmen den Gottesdienst. Ich bin beeindruckt, wie positiv der Gottesdienst ankommt. Es stehen geschätzt 400 Leute an der Strandmauer und folgen gespannt dem Gottesdienst. Ein fetziger Lobpreis heizt die Stimmung an. Einige singen und tanzen mit. Während der Predigt und den Erzählungen der Lebensgeschichten, beginnen anfangs einige zu grölen und sich über das ganze lustig zu machen… Doch schnell verstummen diese Stimmen und das Grölen verwandelt sich in schweigendes Staunen, es wird diskutiert… einige sind so berührt das sie weinen… Ich höre immer wieder Leute im Publikum Dinge sagen wie: „Die hat ja eine Kindheit wie ich gehabt“, „Die sind ja richtig cool drauf“, „Das touched mich jetzt doch…“ Als die Frage gestellt wird, wer sich zu Jesu bekennen will, gehen 15 Hände hoch…. Ich bin geflashed. Das hat echt Sinn hier. Aus all den Erzählungen wird mir klar, dass die Leute hier nur Vordergründig Spass haben. Sie packen in zwei Wochen scheinbar maximalen Spaß….Fragt man weiter nach, dass erfährt man, dass sie versuchen in den zwei Wochen ihre Probleme zu Hause in Alkohol, Sexabenteuern und scheinbar maximalen Spaß zu betäuben… Jeder hier sucht nach Liebe. Jesus hat diese Liebe zu bieten.